Upcoming Event: Europäische Solidarität auf dem Prüfstand – Hört beim Geld die Freundschaft auf?

European Solidarity on Trial – Is there Friendship after Money?
Bilingual (German/English) conference of the FNF

Datum/date: 30.01.2014, 18-20h
Ort: Ständige Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin
Venue: Permanent Representation of the State of Baden-Württemberg to the Federal Government, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin

GR MKSeit Beginn der Staats- schuldenkrise wird über den richtigen Umgang mit EU-Staaten diskutiert, die Hilfszahlungen aus dem Europäischen Stabilitäts- mechanismus (ESM) oder der Europäischen Finanzstabili- sierungsfazilität (EFSF) in Anspruch nehmen mussten. Während die einen mehr Demut von den „Empfängerländern“ einfordern, möchten die anderen deren Schulden vergemeinschaften. Dabei hat Irland als erstes Land den Euro-Rettungsschirm bereits wieder verlassen können und der Teufelskreis aus sinkender Wettbewerbsfähigkeit, steigender Arbeitslosigkeit und explodierenden Staatsschulden scheint zumindest auch in Spanien, Italien und Portugal durchbrochen zu sein. So wurden die Reformanstrengungen Spaniens von Europäischer Zentralbank, Europäischer Kommission und Internationalem Währungsfond so positiv bewertet, dass das Hilfsprogramm für den spanischen Bankensektor im Dezember 2013 eingestellt werden konnte.

Die strukturellen Probleme der Mittelmeeranrainer der EU sind jedoch nicht zu unterschätzen. Sie beschränken sich bei Weitem nicht nur auf den Finanzsektor und die Wirtschaft. Tief verwurzelte Probleme wirtschaftlicher, politischer und sozialer Natur rufen nach einer Reform der etablierten politischen Systeme. Schuldenbremsen und Sparmaßnahmen allein werden nicht ausreichen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Wie also kann dieser Prozess von finanzkräftigen und wirtschaftsstarken EU-Staaten wie Deutschland begleitet werden? Brauchen die EU und ihre Mitgliedstaaten mehr Intervention der finanzpolitischen „Schwergewichte“, oder sollten wir uns vielmehr in bedingungsloser Solidarität mit unseren südeuropäischen Partnern üben? Hierauf versucht die Veranstaltung mit hochkarätigen deutschen und europäischen Experten eine Antwort zu geben.

Begrüßung
Dr. Wolf-Dieter Zumpfort
stv. Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Einführung
Alexandra Thein MdEP
Mitglied im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments

Impulsvortrag
Michael Georg Link
Staatsminister a. D., Mitglied im Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Podiumsdiskussion
Dimitrios K. Katsoudas
Direktor, “Forum for Greece”; ehem. Generalsekretär für Europapolitik des Außenministeriums, Griechenland
Dick Roche
Vizepräsident, Alliance of Liberals and Democrats for Europe (ALDE), Irland
Josep Soler i Albertí
Vorsitzender, European Financial Planning Association (EFPA), Spanien
Dr. Volker Wissing
Mitglied des Präsidiums, Freie Demokratische Partei (FDP), Deutschland

Moderation
Christine von Leuckart, Wert der Freiheit gGmbH

Empfang

Eine pdf-Version der Einladung finden Sie hier / Please find a pdf-version of the invitation here.