Europa und die Flüchtlingskrise

CampWer möchte, der kann sich derzeit auf Lesbos, Chios, Samos oder Kos auf eine der Uferpromenaden setzen, einen Eiskaffee schlürfen und Menschen beim Flüchten zusehen. Wenn es um die Versorgung der Annkömmlige geht, versagt der griechische Staat – es sind die Bürger die dafür sorgen, dass den Flüchtlingen hier etwas ihrer Menschenwürde bleibt. Ähnlich sieht es in vielen Staaten der Europäischen Union und im Westbalkan aus.

Europa steht in mitten der größten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Trotzdem wurde bislang kein Sondergipfel aller EU Staats- und Regierungschefs einberufen, um gemeinsame Lösungen für die Krise zu erarbeiten. Immerhin treffen sich am 14. September alle Innen- und Justizminister der EU in Brüssel.

Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 sind insgesamt 185 000 Asylbewerber in die EU angekommen. Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2014 bedeutet das eine Erhöhung von 86 Prozent.
Ausgelöst vor allem durch den Bürgerkrieg in Syrien steht Europa vor einer seiner größten Herausforderungen seit dem Ausbruch der Europäischen Staatsschuldenkrise.Migration Die Europäischen Liberalen haben klare Lösungsansätze für die Krise, auf nationaler Ebene gibt es aber auch im eigenen Lager unterschiedliche Meinungen, wie man sie am besten bewältigt. Trennlinien treten wieder auf zwischen alten und neuen, nördlichen und südlichen Mitgliedsstaaten.
Was muss geschehen, um die Krise zu bewältigen?
Den Hintergundbericht zum Thema EU und die Flüchtlingskrise können Sie hier abrufen.