“Ehe der Vernunft” auf niederländisch

Abdulsalam Haykal - Binnenhof
Der Binnenhof , das niederländische Parlament. Source: flickr.com/abdulsalam_haykal CC BY 2.0

Niederländische Kommentatoren sprechen von einer „Ehe der Vernunft“. Und tatsächlich liest sich auch der Koalitionsvertrag zwischen der marktliberalen VVD, der sozialliberalen D66, den Konservativen der CDA und der kalvinistischen CU wie ein Abkommen der Vernunft: jede Partei kann ein paar Häkchen hinter ihr Wahlprogramm setzen; jede Partei muss auf ein paar Pläne zugunsten des großen Ganzen verzichten. Ein klassisches Koalitionsabkommen eben, das den Namen „Vertrauen in die Zukunft“ trägt. Bis zur nächsten Wahl will das sogenannte „Rutte-III-Kabinett“ die Mittelschicht durch Steuersenkungen entlasten, den Klimaschutz mit ambitionierten Zielen vorantreiben und mehr in Bildung investieren. Anerkannte Flüchtlinge sollen durch eine „aktivierende“ Politik an die niederländischen Werte und die Institutionen des niederländischen Staates herangeführt werden.

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Sieg für die Liberalen

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In den Niederlanden wurden gestern zwei liberale Erfolgsgeschichten geschrieben: nach einem zähen Wahlkampf wurde die Partei von Ministerpräsident Mark Rutte wieder stärkste Kraft in den Parlamentswahlen und holte gleichzeitig eines ihrer besten Ergebnisse. Zwar muss sie im Vergleich zu 2012 Verluste beklagen, doch verwies sie den Chef-Populisten Geert Wilders mit seiner PVV klar auf den zweiten Platz. Gleichzeitig feiern die Sozialliberalen der Partei D66 ein phänomenales Comeback. Der Auftakt des vielbeschworenen europäischen Wahljahres fällt gut aus.

English version below.

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Wilde(rs) Zeiten? In den Niederlanden geht der Wahlkampf in den Endspurt

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Plenarsaal der ‘Tweede Kamer’ im niederländischen Parlament. Copyright: flickr.com/-JvL-_CC_BY_2.0

 

„Vele handen maken licht werk“  („Viele Hände machen die Arbeit leicht“) heißt es in einem niederländischen Sprichwort. Viele Hände wird es voraussichtlich auch brauchen, um nach den Parlamentswahlen Mitte März eine Regierung ohne die Partei des islam- und europafeindlichen Geert Wilders zu formen. Nach aktuellen Umfragen müssten sich dazu fünf bis sechs Parteien in einer Regierungskoalition zusammenschließen. Keine leichte Arbeit, trotz vieler Hände.

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What does it take to win elections?

What does it take to win elections? What can liberals learn from each other? What is the foundation of a successful election campaign? These questions guided a group of 15 dedicated professional campaigners as they honed their skills at two interactive workshops organized by ELF, the political foundation of the ALDE Party, with the support of FNF, the Dutch Stichting IDI and Austrian think-tank NEOS Lab. Participants were representatives of the liberal parties FDP (Germany), D66 (Netherlands) and NEOS (Austria) and they each undertook to follow both workshops, building a strong network and learning from each other’s successes and failures.

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Shaping a liberal narrative for the European elections

IMG_0412Last week the Friedrich Naumann Foundation for Freedom hosted trainings on campaigning strategies for the European elections of 2014. The trainings, which were organized by the ALDE Party, the European Liberal Forum, D66 and the European liberal youth LYMEC, aimed at training young party members and campaigners from all over Europe to shape an attractive message and use innovative tools.

In times of great criticism towards the European project and a sharp rise of xenophobe and anti-european parties in the polls, liberal parties struggle to frame an attractive message for the European elections. The trainings supported them in shaping a comprehensive, but at the same time positive message for the campaign. Furthermore, it gave them innovative tools on how to use social and digital media in the campaign.

 

Julie Cantalou