Republique Macron

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Emmanuel Macrons Partei La République en Marche (LREM) hat am Wochenende wie erwartet eine absolute Mehrheit in den Parlamentswahlen geholt. Über 300 LREM-Kandidaten haben den Einzug ins Parlament geschafft, inklusive der sechs Minister, die ins Rennen gegangen waren. LREM führt das Feld zusammen mit ihrem Bündnispartner Modem mit Abstand an, sodass sich Macron sofort an seine drei großen Reformprojekte machen kann. Doch Frankreich ist fragmentiert und viele Bürger stünden (noch) nicht hinter dem Kurs Macrons, schreibt der französische Publizist Guillaume Périgois.

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Macrons erster Tag

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Tag eins im Amt für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sowohl Frankreich als auch Angela Merkel hofften bei seinem Antrittsbesuch in Berlin, den neuen Bewohner des Elysée-Palastes ein bisschen besser kennen zu lernen. Die Franzosen blickten mit Spannung der Nominierung des neuen Premierministers entgegen und die Kanzlerin lud zum ersten Besuch in die Hauptstadt. Wer dabei erwartet hatte, mehr über die politische Agenda des Newcomers zu erfahren, wurde enttäuscht.

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Steht uns ein europäischer Frühling bevor?

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Copyright: flickr.com/Laurie_Shaull_CC BY-SA 2.0

Emmanuel Macron ist Sieger der französischen Präsidentschaftswahl 2017. Er setzte sich gestern im zweiten Wahlgang mit 65,9% der Stimmen gegen Marine Le Pen, die Kandidatin des rechtsextremen Front National, durch. Diese erzielte mit 34,1% der Stimmen ein doppelt so gutes Ergebnis wie ihr Vater Jean-Marie Le Pen im Jahr 2002 (17,79%). Nachdem weder Meinungsforschungsinstitute noch Beobachter sich im Vorfeld getraut hatten, den Sieger dieses Duells vorherzusagen, fällt das Ergebnis jedoch überraschend deutlich aus.

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„Tout pour la France“ – In Frankreich läuft der Wahlkampf an

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Copyright: flickr.com/Nicolas Nova CC BY 2.0

Charles de Gaulle, Mitbegründer der Fünften Französischen Republik, fragte einmal, wie man ein Land regieren solle, in dem es 246 verschiedene Sorten Käse gebe. Das Kandidatenfeld sieben Monate vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen im April 2017 ist ähnlich unübersichtlich und zersplittert – und ändert sich fast täglich.

Zahlreiche Kandidaten schicken sich an, die großen Herausforderungen des Landes in Angriff zu nehmen: die andauernde hohe Arbeitslosigkeit und Angst vor weiteren Terroranschlägen, das Ablösen der unbeliebten sozialistischen Regierung sowie die mit Einwanderung und Integration verbundenen Aufgaben. Ordnung in das Kandidaten-Durcheinander zu bringen, versprechen die Vorwahlen der beiden großen politischen Strömungen des Landes, deren Auftakt am 20. November die konservativen Parteien des Landes machen. Im Januar folgen die Parteien des linken Spektrums. Andere Parteien und Wahlbündnisse haben ihre Kandidaten bereits aufgestellt oder befinden sich im Nominierungsprozess. Continue reading