A Common European Defence Market – How to Tackle Fragmentation

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Source: flickr.com/Bradley_Loth_CC BY 2.0

Among the main targets of European defence initiatives is the fragmentation and inefficiency of the European defence market. European Union member states currently procure 80% of their defence equipment nationally. According to a European Commission estimate, this leads to a loss of around 50 billion € in opportunity costs per year. Fostering a more collaborative defence market will be a key if policy makers in Europe wish for more capable and interoperable armed forces.

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The Future of the European Union: A liberal view from Germany

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Copyright: Friedrich Naumann Foundation for Freedom

More than five months after the federal elections, Germany has finally been able to form a government. This means that not only domestic politics can go ahead, but decisions and reforms on the European level can be addressed as well. How are the challenges ahead perceived in Berlin, and what are the different views on Europe prevailing in German politics?

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Cyprus: Changing the Status Quo is a Virtue

Whoever needs proof that in politics “stability” and “stagnation” oftentimes go hand in hand should pay a visit to Cyprus, where the ethnic conflict between Greek and Turkish Cypriots seems to be frozen in time. By now it has been 42 years since Turkish troops invaded and de facto divided the island as a reaction to a coup d’état initiated by the Greek military junta, and 33 years since the proclamation of the Turkish Republic of Northern Cyprus (TRNC), a state-like entity not recognized by any country in the world but Turkey. It is here where one can vividly see the dangers of politically administrating the status quo not because it is impossible to change, but so easy to maintain.

DSC04956“Over the last decades both Greek and Turkish Cypriot leaders made their people believe that maintaining the status quo was the best thing they could hope for, when in fact it led to a deterioration of both parts of the island”, explains Savvas Charalambous, a Greek Cypriot working on reconciliation measures for the nongovernmental “NGO Support Centre” in Nicosia. Thanks to its accession to the European Union in 2004 and a banking sector blown out of proportions, the Republic of Cyprus seemed to conceal its economic shortcomings which were finally revealed by the financial crisis in 2014. And contrary to 2004, when Turkish Cypriots were largely in favor of a reunification but Greek Cypriots rejected the “Annan Plan” – named after former UN Secretary-General Kofi Annan -, it is now the mood among Turkish Cypriots towards reunification which has changed drastically over fears of instability and financial contagion from the South. Continue reading

Ein Binnenmarkt für Energie – mit zentraler Rolle der EU-Kommission

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Source: flickr.com/photos/reupa

Vergangene Woche legte die EU-Kommission ihr lang erwartetes „Energiepaket“ vor. Der Fokus liegt insbesondere auf Maßnahmen zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit durch Integration der nationalen Energiemärkte, die Erhöhung der Gaslieferantenauswahl und einer stärkeren Aufsichtsrolle der EU-Kommission bei Energiefragen. EU-Energiekommissar Šefčovič kritisierte, die Nord Stream 2-Pipeline sei unvereinbar mit den Zielen der Energieunion, da sie die Abhängigkeit von russischem Gas erhöhe. Weitere Initiativen zum Thema Gebäudeenergieeffizienz sind noch in der ersten Jahreshälfte 2016 zu erwarten. Continue reading

Rechtsstaatlichkeit in Polen in Gefahr – Regierungspartei PiS treibt Orbanisierung voran

Vor Weihnachten legte die neue national-konservative polnische Regierung Hand an die Unabhängigkeit der Justiz, die EU zeigte sich besorgt. Polens Opposition, insbesondere die liberale, erstmals in Parlament gewählte Partei Nowoczesna, ging protestierend auf die Straße. Der Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, bezeichnete die Entwicklung als „potenzielle Bedrohung für die polnische Rechtsstaatlichkeit“. Doch eine Debatte des Europäischen Parlaments zu der politischen Lage in Polen wurde auf Januar vertagt. Man folgte damit ausgerechnet einem Wunsch der in Polen abgewählten Bürgerplattform PO, der Partei des früheren Premiers und heutigen EU-Ratspräsidenten.

Während die EU-Entscheidungsträger zuhause die Weihnachtszeit genossen, nahm sich Polens Regierung die Medienfreiheit in Polen zur Brust. Künftig kann die Regierung nach Gutdünken die Chefs der öffentlich-rechtlichen Sender direkt ernennen und abberufen. Die Sender sollen endlich wieder „polnisch“ werden; Der Chef der Partei Prawo i Sprawiedliwość (PiS)Jarosław Kaczyński, warf den Programmachern eine „liberale Indoktrinierung“ vor. Einige Journalisten kündigten bereits von sich aus, um nicht politisch abgesetzt zu werden. Journalistenverbände protestierten.

Diesmal folgte auch die Reaktion der EU-Kommission postwendend. Der niederländische Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans beklagte in zwei offiziellen Briefen an die polnische Regierung die eklatanten Bedrohungen der Rechtsstaatlichkeit und forderte Änderungen. Der für Digitales und damit auch Medien zuständige deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger brachte in einem Zeitungsinterview die Aktivierung des sogenannten Rechtsstaatsmechanismus ins Spiel; es spreche viel dafür „Warschau unter Aufsicht zu stellen“. EU-Kommissionspräsident Juncker hat das Thema für die erste Kommissionssitzung am 13. Januar auf die Agenda gesetzt.

Der Rechtsstaatsmechanismus ermöglicht es der Kommission, gemeinsam mit der polnischen Regierung eine mögliche Bedrohung des Rechtsstaates zu beseitigen. Wenn sich die PiS-Regierung einer Mitwirkung verweigerte und beanstandete rechtliche Regelungen nicht veränderte, könnte als letztes Polen das Stimmrecht im Rat entzogen werden (Artikel 7 des Lissabonner Vertrages). Artikel 7-Verfahren sollten in der Vergangenheit bereits zweimal eingeleitet werden. Doch in  beiden Fällen, Rumänien unter Premierminister Victor Ponta und Ungarn unter Premierminister Viktor Orban, wurden die Akteure von ihren europäischen Schwesterparteien, zum einen den Sozialdemokraten der S&D, zum anderen den Christdemokraten der EVP, in Schutz genommen. PiS gehört jedoch keiner der zwei großen europäischen Parteienfamilien an und hat so weniger Rückendeckung als z.B. Viktor Orban.

Nach anfänglicher Zurückhaltung nach der Devise „give PiS a chance“ und um nicht einen weiteren offenen Konflikt mit einem großen Mitgliedstaat zu riskieren (Brexit lässt grüßen), scheinen die Europäer nun aber die Glacé- gegen Boxhandschuhe einzutauschen. Auch der polnische EU-Ratspräsident Donald Tusk sollte seine Zurückhaltung aufgeben. Nicht nur ist es unwahrscheinlich, dass ihn die neue polnische Regierung zur Wiederwahl (bei Gefälligkeit) nominiert; es geht auch um sein politisches Vermächtnis. Die europäische Gemeinschaft darf nicht zusehen, wie die Axt an die Rechtsstaatlichkeit in einem Mitgliedstaat angelegt wird. Und mindestens ebenso schlimm, wie der Gehalt der neuen Gesetze, ist die Art und Weise, wie sie von der PiS-Regierung durch das Parlament gepeitscht werden. Das bedroht das demokratische System insgesamt.

Das polnische Parlament Quelle: CC BY-SA 3.0 Wikipedia/ bearbeitet
Das polnische Parlament
Quelle: CC BY-SA 3.0 Wikipedia/ bearbeitet

Faktenbox:

  • Die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gewinnt die Parlamentswahlen in Polen am 25. Oktober 2015.
  • Mittels zweier Gesetze beschränkt die neue PiS-Regierung die Unabhängigkeit von Justiz und Medien.
  • Das neue Mediengesetz wurde von der „Association of European Journalists“ stark kritisiert.
  • EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans schrieb zwei Briefe an die polnische Regierung, die die legislativen Änderungen in Frage stellen.
  • Die EU-Kommission wird weitere Maßnahmen gegenüber der polnischen Regierung in einer Sitzung am 13. Januar 2016 besprechen.
  • EU-Kommissar Oettinger befürwortet die Einschaltung des Rechtsstaatsmechanismus.
  • Der Rechtsstaatsmechanismus regelt den Dialog zwischen der EU und einem Mitgliedstaat in Fällen, wo Verdacht besteht, dass der Rechtsstaat systematisch geschwächt wird.
  • Sollte der Rechtsstaatsmechanismus nicht erfolgreich sein, kann als letzte Instanz Polens Stimmrecht in der EU entzogen werden, gemäß Artikel 7 des Lissabonner-Vertrages.
Håvard Sandvik,  European Affairs Manager FNF
Håvard Sandvik,
European Affairs Manager
FNF

Georgios Iliopoulos – e-Greece moving forward

Iliopoulos

Iliopoulos_01George Iliopoulos (23) has studied informatics & telecommunications at the University of Athens. In 2013 he worked as a trainee in the European Parliament in Brussels. He wants to continue his studies on e-Governance and is very interested in European affairs.

For yet another year, Greece is trying to overcome a multi-faceted crisis with many and varied consequences. The negative traits of an entire society have now become obvious, as has the imperative need for radical reforms in the direction of development and growth in every sector of modern life. The failed practices of the past must be overcome at any cost, while the productive process, which has been interwoven with the huge, slow and inefficient state mechanism, must, at last, be modernised. Continue reading