FNF Greece: Ziemlich beste Freunde

Erst vor zwei Monaten trafen sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein griechischer Amtskollege Prokopis Pavlopoulos anlässlich der Documenta-Eröffnung in Athen. Der am Freitag anstehende Gegenbesuch zur Ausstellungseröffnung in Kassel fällt in eine kritische Zeit: Griechenland geht das Geld aus – und Deutschland stellt sich quer.

Athen - Parlament II_web
Declan Costellos Wort hat Gewicht. Seit Jahren befasst sich der Spitzenbeamte der Generaldirektion „Wirtschaft und Finanzen“ der Europäischen Kommission mit Griechenland, war mehrere Jahre Repräsentant der von den Griechen verachteten „Troika“ in Athen. Auch wenn der Technokrat außerhalb von Brüssels Finanzzirkeln kaum bekannt ist, wird seine Meinung von EU-Kommission und nationalen Finanzministern gleichermaßen geschätzt. Continue reading

Griechenland: Vom Enfant Terrible zum Musterschüler?

Ruhig geworden war es zuletzt um Griechenland, nun steht das Krisenland wieder auf der europäischen Agenda. Im Rahmen des ersten Treffens der Eurogruppe am 14. Januar werden die Finanzminister der Eurozone sowie Vertreter von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) die jüngsten griechischen Reformbemühungen bewerten. Eine weitreichende Pensionsreform soll Spielräume eröffnen.

Athen - Akropolis mit Flaggen_webIm Vorfeld des Eurogruppen-Treffens absolvierte der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos eine wahre Europatournee. So besuchte er in den vergangenen fünf Tagen die Finanzminister Italiens, Frankreichs, Finnlands, der Niederlande und mit Wolfgang Schäuble abschließend auch den deutschen Finanzminister, um die Euro-Partner von den Bemühungen der griechischen Regierung zu überzeugen.

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Bericht aus aktuellem Anlass: Politische Veränderungen in Europa: Wahlen in Frankreich und Griechenland

Am vergangenen Wahlsonntag haben in zwei Mitgliedstaaten der Eurozone Wahlen stattgefunden. Die Franzosen entschieden sich für einen neuen Staatspräsidenten, die Griechen wählten ein neues Parlament. Sie wählten die etablierten Parteien ab und lösten damit ein politisches Erdbeben aus, dem noch weitere Nachbeben folgen könnten. In Frankreich und Griechenland stand auch der Europakurs der jeweiligen Regierung zur Abstimmung. Während François Hollande damit warb, den Fiskalpakt nach zu verhandeln, stritten die Kandidaten in Griechenland über das Sparprogramm ihrer Regierung und die Zukunft der gemeinsamen Währung. Dass diese nationalen Wahlen von einer zunehmend europäisierten Öffentlichkeit so aufmerksam verfolgt wurden, liegt auch daran, dass ihre Ergebnisse große europapolitische Relevanz haben werden.

Den vollständigen Bericht können Sie hier abrufen.

Bildquelle: Flickr.com. Maxflush/Eoghan OLionnain