FNF Greece: Ein neues Leben am Rand von Europa – Flüchtlinge in Griechenland

Jeder kennt vermutlich das beunruhigende Gefühl, nicht mehr Herr der Lage zu sein. Wenn die eigenen Instinkte die Kontrolle übernehmen, ist rationales Denken kaum mehr möglich. Es ist kein schönes Gefühl, soviel ist sicher.

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Khalid und ich im Mai 2016

Als ich im Mai 2016 erstmals „Kara Tepe“, das größte Flüchtlingslager auf Lesbos, betrat, war dies ein solcher Moment. Überwältigt von dem Elend, der Verzweiflung und konfrontiert mit der eigenen Machtlosigkeit, wollte ich nur noch eins: weg hier. Doch das war nicht möglich. Eine Menschentraube umlagerte mich, redete auf mich ein und flehte um Antworten, um Hilfe – und letztlich darum, endlich einmal angehört zu werden. Wenige Wochen zuvor war die Balkanroute geschlossen worden und 60.000 Flüchtlinge waren in Griechenland gestrandet, mehrere zehntausend von ihnen auf den griechischen Inseln. Allein in Mytilene, der beschaulichen Inselhauptstadt mit 25.000 Einwohnern, saßen zwischenzeitlich 30.000 Flüchtlinge fest. Von Europa hatten die meisten der Lagerinsassen nicht mehr gesehen als die wenigen staubigen Straßenkilometer vom Schlauchboot ins Camp. Continue reading

FNF Greece: “A whole country in a nutshell” – Summer academy on Lesbos proves to be big success

GruppenfotoThe Northern Aegean island of Lesbos proved to be the perfect place for this year’s summer school organized by the Friedrich Naumann Foundation for Freedom (FNF) and the Greek NGO Ioannis Kapodistrias. From 23-27 July, twenty-five students and young professionals met in Mytilini to learn about and discuss “Sustainable Development, Island Region and the Economic Crisis: The Participatory Approach as a Reboot Tool for Development Processes”. Through lectures, workshops and other structured conversational processes, the participants developed methods how to organize regional economies, like e.g. the Municipality of Lesbos, in a more efficient and liberal way.

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