Apple versus US-Regierung: Kampf um die Privatssphäre

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Source: flickr.com/photos/janitors

Im Rahmen der Aufklärung des Terroranschlages von San Bernadino versucht das FBI auf das iPhone des Attentäters Syed Riywan Farook zuzugreifen. Bei dem Attentat im Dezember 2015 starben insgesamt 14 Menschen und 21 weitere wurden verletzt. Die Strafverfolger vermuten, dass sie auf Farooks Diensthandy Informationen finden, die für die Untersuchung des Falls entscheidend sein könnten.

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Klagerecht für EU-Bürger in Sachen Datenschutz: US-Kongress bewilligt den Judicial Redress Act

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In der vergangenen Woche bewilligte auch der US-Senat die „Judicial Redress“-Gesetzesinitiative, nachdem das Repräsentantenhaus bereits im Oktober 2015 den Entwurf positiv beschieden hatte. Nun wartet der Gesetzestext noch auf die Unterzeichnung durch Präsident Barack Obama. Der Judicial Redress Act, übersetzt in etwa „Gesetz für gerichtliche Wiedergutmachung“, räumt Bürgern aus mit den USA verbündeten Staaten ein Recht auf Rechtsbehelf ein. Ausländern wird es somit zukünftig möglich sein, gegen US-Behörden zu klagen, wenn diese z.B. gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen. Continue reading

Meinung: Hält der EU-US Privacy Shield, was er verspricht?

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Source: flickr.com/photos/hyku

Anfang Oktober 2015 erklärte der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) das Safe Harbor-Abkommen, das den transatlantischen Austausch von Daten in der Wirtschaft regelte, für ungültig. Einen Tag nach Ablauf der Übergangsfrist verkündeten EU-Justizkommissarin Vera Jourová und der Kommissar für den digitalen EU-Binnenmarkt, Andrus Ansip am 2. Februar den Durchbruch der Verhandlungen: es werde künftig eine Schutzschild, den „EU-US Privacy Shield“ geben. Allerdings stehen die Details noch aus und vor der offiziellen Unterzeichnung wird der Vertrag noch von den EU-Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament geprüft.

Unter „Safe Harbor“ war es Unternehmen erlaubt, personenbezogene Daten in die USA zu übertragen, wenn US-Unternehmen zusicherten, die EU-Standards einzuhalten. Doch die europäischen Richter hatten entschieden, dass Informationen in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff von Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten geschützt seien. Mit seiner Entscheidung machte der EuGH deutlich, dass die Grundrechte auf Privatsphäre und Datenschutz nicht nur innerhalb Europas gelten, sondern auch bei internationalen Datentransfers beachtet werden müssen. Um den Datentransfer zwischen der EU und den USA, der für viele Unternehmen essentiell ist, auch in Zukunft zu ermöglichen, wurde in den letzten drei Monaten über ein neues Abkommen verhandelt. Continue reading

Analysis: Will we reach a new safe harbor?

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flickr.com/photos/rh2ox

What’s the buzz about safe harbor?

Following a complaint lodged by Austrian law student Max Schrems the European Court of Justice threw out a fifteen year old agreement which regulated the transfer of European data to the United States. EU data is per-se not allowed to be transferred out of the EU due to privacy concerns, but because of the high standards of U.S. privacy laws, the European Commission had agreed to the safe harbor agreement in 2000, where U.S. companies could be certified to transfer European data to stateside servers. Continue reading

Upcoming Event: Will we reach a new safe harbor?

Die EU auf der Suche nach einen safer "Safe Harbor"
Die EU auf der Suche nach einen safer “Safe Harbor”

27 January 2016, 13.00-15.00h

Venue: Friedrich Naumann Foundation for Freedom, Avenue de Cortenbergh 71, 1000 Brussels

 About the event

The European Court of Justice’s decision to invalidate the Safe Harbor agreement concluded between the U.S. and the EU gave a strong signal to the Commission that a future agreement needs to be stronger on protecting European data. At the same time, the decision has meant that thousands of organizations storing European data in the U.S. have been plummeted into uncertainty. If an agreement is not reached by end of January, EU member states need to implement their own bilateral agreements with the U.S., re-creating a myriad of rules to govern transatlantic data transfer. In parallel the EU agreed to a new data protection package which is likely to give the European Commission guidance as it negotiates a new agreement with the U.S.

How close are we to a new agreement and how safe will the new harbor be? What are the consequences if the January deadline lapses without an agreement? Join us for a lively discussion on the ramifications of a new safe harbor agreement.

Welcome

Hans H. Stein
Director, European and Transatlantic Dialogue, Friedrich Naumann Foundation for Freedom

Speakers

Christian Borggreen
Director, International Policy, Computer & Communications Industry Association (CCIA)

Gisela Piltz
Member of the Board of Trustees, Friedrich Naumann Foundation for Freedom

Berin Szoka
President, Tech Freedom

Moderation
Claus Gramckow
Representative USA and Canada, Transatlantic Dialogue Program, Friedrich Naumann Foundation for Freedom

 

Kindly register for this event by 25 January 2016 at http://tinyurl.com/new-safe-harbor Please note that you will be forwarded to a Google Drive sheet. Should you wish to register with us directly please send an email to register.brussels@fnst.org. Photographs will be taken at the event for use on the FNF website, social media, in the press, FNF marketing materials, and other publications. By entering this event, you consent to FNF photographing and using your image and likeness.

 

Analyse: Ein Paukenschlag für den Datenschutz mit Folgen für Mittelständler

Die EU auf der Suche nach einen safer
Die EU auf der Suche nach einen safer “Safe Harbor”

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das sogenannte „Safe Harbor-Abkommen“ zwischen der EU und der USA mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt. Das Abkommen regelte den Datentransfer zwischen beiden Seiten des Atlantiks. Für Unternehmen tritt damit nun eine Phase der Ungewissheit ein; die Politik steht unter Handlungsdruck. Wie die EuGH-Entscheidung in Washington und Brüssel aufgenommen wurde, beschreiben der Europaexperte Håvard Sandvik aus Brüssel und die USA-Expertin Iris Froeba aus Washington. Continue reading